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Wo nimmt die OMV nur ihre Energie her?

Über die OMV

Mit einem jährlichen Umsatz von 22,5 Mrd. Euro und rund 24 000 MitarbeiterInnen zählt die OMV zu den größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Der Konzern fördert täglich 303 Kilobarrel (kboe) an Erdöl und Erdgas, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa, der Nordsee, sowie dem mittleren Osten und Afrika.

Auch in Österreichs Wirtschaft spielt die OMV eine zentrale Rolle: So trägt sie zur Schaffung von 23.000 Jobs bei und erwirtschaftet im Kernbundesland Niederösterreich fast 5% des BIP. Da sich 31,5% des Konzerns in staatlichem Besitz befinden, ist die Performance des Unternehmens auch für die österreichischen SteuerzahlerInnen von großer Bedeutung.

In den letzten Jahren hatte die OMV jedoch mit einigen Problemen zu kämpfen: So hat sich der Nettoumsatz des Unternehmens seit 2013 nahezu halbiert, die Verschuldung liegt derzeit bei 4 Mrd. Euro und mehr als 50% der MitarbeiterInnen wurden seit 2005 abgebaut. Zudem haben auch die Aktien in den letzten Jahren deutlich an Wert verloren und ein Großteil der Börsen-AnalystInnen rät von Investitionen in die OMV ab. Grund für diese Entwicklung ist unter anderem der niedrige Ölpreis.

Setzt die internationale Staatengemeinschaft das Pariser Klimaabkommen, bei dem eine Begrenzung des Klimawandels auf weit unter 2°C bzw. ein Ende der Nutzung fossiler Energie bis 2050 beschlossen wurde, konsequent um, könnte sich dieser Effekt noch verstärken. Denn dann müssten 50% der weltweiten Gas- und 30% der Ölreserven im Boden bleiben.

Einige Energiekonzerne haben bereits mit verstärkten Investitionen in erneuerbare Energieträger reagiert. Von der OMV sind bis dato jedoch noch keine diesbezüglichen Pläne bekannt. Im Gegenteil: zu Jahresbeginn hat das Unternehmen mit Probebohrungen zur Erschließung weiterer Ölvorkommen im hochsensiblen Gebiet der Arktis begonnen.

Quellen: Dossier Risikofaktor OMV, Factsheet Risikofaktor OMV, Paris Agreement