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veröffentlicht am 15.02.2019

Fridays for Future: Die Jugend ist entschlossen

Überall in Europa tauschen Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer gegen die Straße ein: Mit ihrem Protest setzen sie ein Zeichen für mehr Klimaschutz. Zu Tausenden fordern die jungen Menschen ihre Regierungen zum Handeln auf und kämpfen für ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft.

Von Jennifer Ganster

Ein buntes Schildermeer wogt auf dem Heldenplatz in Wien. Tee wird ausgeschenkt, junge Menschen haben sich vor dem Reiter-Denkmal aufgestellt. Ihr Slogan ist zurzeit jeden Freitag in zahlreichen europäischen Städten zu hören: „Wessen Zukunft? Unsere Zukunft!“ Die SchülerInnen und StudentInnen sind Teil der Fridays for Future-Bewegung, die Regierungen weltweit seit Monaten zu besserer Klimapolitik aufruft.

Demonstrieren für eine lebenswerte Zukunft

Inspiriert wurden die Demonstrationen von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit September 2018 jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament für mehr Klimaschutz protestiert – und damit nicht aufhört will, bis die Regierung handelt. Proteste nach ihrem Vorbild ziehen seitdem tausende von SchülerInnen und StudentInnen an. Die Bewegung verbreitet sich wie ein Lauffeuer. In Brüssel gingen im Januar rund 30.000 junge Menschen auf die Straße, zehntausende waren es in Deutschland. Mittlerweile haben die Proteste Anhängerinnen und Anhänger in ganz Europa gefunden, von Schweden über Italien bis nach Irland.

Auch in Österreich wächst die Bewegung

Noch ist die Zahl der TeilnehmerInnen überschaubarer als in Brüssel oder Berlin, doch sie steigt stetig an. In Wien, Linz, Innsbruck und Salzburg gibt es bereits jeden Freitag Demonstrationen, vor allem von StudentInnen. Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich zuerst von der Schule freistellen lassen, unentschuldigtes Fehlen kann auf dem Zeugnis vermerkt werden. Jedoch: In den Unterrichtsstoff lässt sich der Klimaprotest auf vielfältige Weise einbauen und LehrerInnen sind eingeladen, mit ihren Klassen zu kommen.

Die Forderung: Klimagerechtigkeit

Die Ziele der DemonstrantInnen sind genauso ambitioniert wie notwendig: Sie fordern eine Umweltschutzpolitik in Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel, globale Klimagerechtigkeit und einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energieträgern. So lange es dazu kein klares Bekenntnis der Politik gibt, werden die Demonstrationen auch weiterhin jeden Freitag stattfinden.

Am 15. März sind weltweit Großdemonstrationen geplant – und auch in Österreich werden an diesem Tag viele junge Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.

Wer mitmachen möchte, kann sich auf https://www.fridaysforfuture.at/ über bevorstehende Veranstaltungen informieren. Der Protest steht nicht nur SchülerInnen und StudentInnen offen, sondern allen, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen wollen.

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