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veröffentlicht am 13.11.2018

1.500 Kilometer zu Fuß für den Klimaschutz

Wie fühlt es sich an, das Recht auf ein sicheres Leben zu verlieren? Joanna Sustento weiß es. Als im November 2013 der Taifun Haiyan die Philippinen verwüstete, verlor sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Familie. Es war einer der stärksten Taifune aller Zeiten. Er riss über 6.000 Menschen in den Tod und zerstörte das Leben von Millionen.

Von Jennifer Ganster

„Ich hatte ein glückliches Leben, eine liebevolle Familie. Innerhalb von Minuten hat sich alles verändert.“ Anstatt nach diesem Schicksalsschlag aufzugeben, half Joanna mit, ihre Gemeinde wieder aufzubauen. Zudem setzt sie sich seither als Aktivistin für Klimagerechtigkeit dafür ein, dass die Verursacher der Klimakrise Verantwortung übernehmen.

Betroffene fordern Klimagerechtigkeit

Heute wandert Joanna mit einer Gruppe von Pilgernden von Rom nach Kattowitz in Polen, wo die diesjährigen Weltklimaverhandlungen (COP24) stattfinden werden. Pilgern für den Klimaschutz ist das Motto der 1.500 Kilometer weiten Pilgerreise, die derzeit gemeinsam von Greenpeace und der Weltweiten Katholischen Klimabewegung (GCCM) abgehalten wird. Unter den Teilnehmenden sind Menschen aus den mitunter am stärksten durch die Klimakatastrophe betroffenen Regionen der Welt wie den Philippinen und den pazifischen Inselstaaten. Gemeinsam tragen die Pilgerinnen und Pilger einen dringenden Weckruf nach Klimagerechtigkeit vom Vatikan zu den diesjährigen UN-Klimagesprächen in Polen.


Klimaschutz ist ein Akt der Liebe

Jetzt sind die Pilgernden in Österreich angekommen. In Graz und Wien werden sie über die Beweggründe ihrer Reise berichten: Den Klimawandel zu bekämpfen ist für sie ein Akt der Liebe. Denn hierbei gehe es darum, für jene einzustehen, die davon am schlimmsten betroffen sind. An die Staatschefs und Delegierte, die im Dezember an der Weltklimakonferenz teilnehmen, haben sie eine klare Botschaft: Zeigt Mut, wenn es um den Schutz des Planeten geht!

Geleitet wird die Pilgerreise für den Klimaschutz von Yeb Saño, Geschäftsführer von Greenpeace in Südostasien und ehemaliger Verhandlungsleiter der philippinischen Delegation bei der Weltklimakonferenz in Polen 2013. Auch er war vor fünf Jahren von den verheerenden Auswirkungen des Taifuns Haiyan betroffen. Während er in Polen verhandelte, galt sein Bruder auf den Philippinen lange Zeit als verschollen. Die Wanderung zur COP24 treten die beiden Brüder gemeinsam an.


Wir alle tragen Verantwortung

Die diesjährige UN-Klimakonferenz wird von 03. bis zum 14. Dezember in Kattowitz, Polen stattfinden. Politische Vertreterinnen und Vertreter aus der ganzen Welt werden hier die Weichen für die künftige Klimapolitik und somit unser aller Zukunft stellen. Dabei hallen noch die warnenden Worte des jüngsten Berichts des Weltklimarats (IPCC) nach: Um das Pariser Klimaziel von 1,5 Grad Erderhitzung einzuhalten und damit die schlimmsten Folgen zu verhindern, muss der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 halbiert werden.

Auch Österreich muss seinen Beitrag zu diesem weltweiten Ziel leisten. Denn die Erderhitzung bedroht unseren Planeten und macht auch vor Österreich nicht halt. Wenn wir die Gletscherschmelze, Überschwemmungen und Dürren aufhalten wollen, müssen den leeren Worten endlich Taten folgen.

Am 18.November lädt Greenpeace zu einem gemeinsamen Wandertag mit den Pilgernden auf ihrem Weg zwischen Traiskirchen und Wien.

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